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Sicherheit und Gegenanzeigen bei Kegel-Übungen
Wann Kegel-Übungen beendet werden sollten, wer vorher medizinisches Fachpersonal fragen sollte und wie häufige Risiken verringert werden.

Kegel-Übungen sollten sich sanft und kontrolliert anfühlen. Schmerzen sind kein Zeichen von Fortschritt.
Sofort aufhören bei
- Schmerzen;
- zunehmendem Druck;
- stärker werdenden Beschwerden;
- fehlender Entspannung nach einer Anspannung;
- neuer Taubheit, Brennen oder ungewöhnlichem Unwohlsein;
- zunehmenden Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder Stuhlgang.
Vorher medizinisches Fachpersonal fragen bei
- Beckenschmerzen;
- Schmerzen während oder nach der Übung;
- Beschwerden, die sich beim Anspannen verschlimmern;
- Problemen beim Entleeren von Blase oder Darm;
- kürzlicher Becken-, Prostata-, gynäkologischer, kolorektaler oder urologischer Operation;
- Komplikationen in der Schwangerschaft oder nach der Geburt;
- liegendem Foley-Katheter;
- schweren, plötzlich auftretenden oder ungeklärten Beschwerden.
Nicht beim Wasserlassen üben
Das Anhalten des Urinstrahls kann einmalig zum Erkennen der Muskeln dienen. Regelmäßiges Üben beim Wasserlassen kann die Blasenentleerung beeinträchtigen.
Risiko verringern
- Normal weiteratmen.
- Zwischen Wiederholungen vollständig entspannen.
- Bauch, Oberschenkel und Gesäß nicht verkrampfen.
- Bei zunehmenden Beschwerden aufhören.
- Nach Operation oder Geburt fachlichen Anweisungen folgen.
Kegel-Übungen sind nicht immer der richtige Einstieg
Manche Beckenbodenbeschwerden hängen eher mit Spannung oder mangelnder Entspannung als mit Schwäche zusammen. Dann sind Kräftigungsübungen möglicherweise nicht der beste erste Schritt. Trainiere nicht durch Schmerzen hindurch; wende dich bei Unsicherheit an medizinisches Fachpersonal oder eine Fachkraft für Beckenbodenphysiotherapie.
Quellen
- NIDDK: Kegel Exercises
- MSKCC: Pelvic Floor Muscle Exercises for Males
Zuletzt aktualisiert: 30. Juni 2026